Costa Rica und seine Indianer
Costa Rica:
Costa Rica ist ein mittelamerikanisches Paradies.
Begrenzt wird es nördlich durch Nicaragua und südlich durch Panama. An den Seiten liegen die Ozeane. Die Karibikküste ist geprägt von subtropischem, die Pazifikküste von tropischen Klima.
Das Land verfügt über drei Klimazonen: Tropisch, Subtropisch und Gemäßigt. Eine Fülle von Säugetieren, Vögeln und Fischen machen das Land zu einem faszinierendem Erlebnis.
Im Norden, bei den Maleku, finden sich Brüllaffen, Kapuzineraffen, Tapir, Ozelot, Jaguar, Nasenbär, Gürteltier, Leguane, Tukane, roter und grüner Lapa, und vieles mehr. Der Fischreichtum der Flüsse macht das Angeln zu einem Vergnügen. In den Flüssen bei Manuel Antonio sind Krokodile zu bewundern. In einigen Gewässern um Manuel Antonio herum finden sich auch Aligatoren.
Die Indios:
Nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen gab es in Costa Rica bei Ankunft der Conquistadoren ca. 300.000 Indios. Heute leben nur noch etwa 20.000 Ureinwohner, die allesamt diskriminiert sind. Die Politik sieht derart aus: Wenn der Indio ein Problem mit einem Weißen hat, dann ist es Grundsätzlich das Problem des Indios. Sie besitzen keinen politischen Vertreter in den Parteien des Landes. Dafür gibt es in manchen 200-Seelen-Dörfern bis zu drei verschiedene christliche Kirchen.
Maleku:
Die Maleku im Norden Costa Ricas sind die einzigen Indios Costa Ricas, die sowohl ihre Sprache wie auch ihre Zeremonien beibehalten haben. Ihre Sprache "Maleku" entstammt aztekischen und dem Maya-Dialekt.
Sie leben in einem Schutzgebiet, das teils aus Urwald besteht, teils durch illegale Eindringlinge abgeholzt wurde. In der Hauptsache ernähren sich die Ureinwohner vom Fischfang, Ackerbau, aber auch als Helfer für weiter gelegene Ranchos und Hotels.
Im Reservat werden traditionelle Geistermasken geschnitzt und bemalt, die von Besuchern und Liebhabern erworben werden können. Die Herstellung von Pfeil und Bogen, Speere und Messer, große und kleine Buschtrommeln sowie Regenmacher vervollständigen die künstlerischen Holzarbeiten.
Brunca:
Im Süden Costa Ricas, wenn man Richtung Panama fährt, kreuzt man Buenes Aires. Dahinter beginnt das Reservat der Indios Brunca.
Auch hier wurde die traditionelle Lebensweise der Indios durch Kolonisation und Neuzeit massiv gestört. Die Brunca haben sich in verschiedene Dörfer aufgespaltet, jedoch einmal im Jahr, Januar oder Februar, je nach Stand des Mondes, kommen sie zusammen und feiern ein mehr als 500 Jahre altes traditionelles Fest. Es ist der symbolische Kampf der Indios gegen die Spanier. Dieses Fest geht über 3 ganze Tage, wobei auch Chicha getrunken wird, das Göttergeschenk, gegorener Maiswein.
Berühmt sind die Brunca ihre künstlerisch sehr wertvollen Geistermasken, als auch der kunstvoll beschnitzten Jicarro wegen, die seinesgleichen sucht.
Chorotega:
Die Ethnologen der Welt sind sich darüber einig, dass die kunstvolle Keramik der Chorotega gleichwertig mit der aztekischen zu betrachten ist.
Dennoch hat sich aufgrund der Kolonisation die orginäre Kultur der Chorotega verloren. Der Stamm bietet allerdings heute noch seine Keramikarbeiten an, die nach alter Tradition mit indianischen Methoden und Motiven hergestellt und bemalt werden. Das Lebensgebiet der Chorotega liegt im Nord-Westen Costa Ricas.
Die großte ethnische Gruppe sind die Bri-Bri, die in den Bergen Talamancas leben. Sie waren, wie die Maleku., ein reiner Kriegerstamm und haben bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts hinein blutigen Widerstand den Spaniern gegenüber geleistet.
Das USURE, der Tempel, ist das wichtigste Bauwerk der Bri-Bri, in dem zu ihrem Gott SIBU, dem Gestalter der Erde, beten.